der.rückencoach.chris, Rückenschmerzen verstehen und lindern
Christian Skrippek nach einer Wanderung über dreißig Kilometer in den Bergen

Drei Bandscheibenvorfälle. Und ein Arzt, der sagte: Sport kannst du vergessen.

Ich habe zwölf Jahre gebraucht, um zu verstehen, was mit meinem Rücken los war. Bei dir soll es schneller gehen.

Der Anfang

Mit dreizehn hatte ich zum ersten Mal Rückenschmerzen

Ich war schon als Kind dick. Beim Fußball bekam ich nicht dasselbe Trikot wie die anderen. Ich war langsamer und schneller außer Puste. Die Blicke habe ich gespürt. Wohin mit dem, was das mit einem macht, wusste ich damals nicht.

Die ersten Schmerzen kamen mit dreizehn. Immer der untere Rücken, beim Spazierengehen, beim Fußball, einfach so. Ich wusste, dass ich zu jung dafür war. Ich wusste auch, dass es am Gewicht liegen musste. Was ich nicht wusste, war, wie ich da rauskomme.

Mein Vater hatte Rückenschmerzen, solange ich ihn kannte. Er stand jeden Morgen eine Stunde vor dem Wecker auf, nur um überhaupt in Bewegung zu kommen. Ich habe ihn dabei nie klagen hören. Es war einfach so.

Der Gedanke, dass ich genauso enden würde, hat mich Jahre begleitet.

Christian Skrippek im Trainingsraum, Krafttraining nach dem Gewichtsverlust
2013

Ein Hemd in 3XL, das nicht passte

Ich wollte ein bestimmtes Hemd kaufen. Es passte nicht, auch nicht in 3XL. Ich wog 145 Kilo. Schuhe anziehen war zu dem Zeitpunkt eine Aktion, für die ich mich hinsetzen musste. Bei einem Arzt war ich nie gewesen, ich schob alles auf das Gewicht.

An diesem Tag habe ich beschlossen, dass Schluss ist. In fünf Monaten bin ich von 145 auf 70 Kilo runter. Wenn ich mir etwas vornehme, ziehe ich es durch, halbe Sachen kann ich nicht.

Über ein Video im Internet kam ich zum Krafttraining, erst mit Hanteln zu Hause, ein halbes Jahr später zum ersten Mal in ein Studio. Die ersten Muskeln kamen schnell. Zum ersten Mal in meinem Leben war ich stolz auf meinen Körper.

2014, 2018, 2024

Dreimal derselbe Rücken

Beim ersten Mal war es eine Kniebeuge, mit viel Gewicht und ohne dass ich wusste, worauf ich dabei achten muss. Der Bandscheibenvorfall war so heftig, dass ich ohnmächtig wurde. Der Krankenwagen holte mich ab. Mein linkes Bein konnte ich nicht mehr spüren. In meinem Kopf war nur ein Satz: Ich bin querschnittsgelähmt.

Der Orthopäde erklärte mir, die Nerven seien abgequetscht gewesen, kurz davor durchzutrennen. Wenn ich Glück hätte, müsste ich das Laufen neu lernen. Sport könne ich vergessen. Dazu die Einordnung, die ich danach noch oft gehört habe: zu dick, zu viel Sport. Und wenn der Rücken einmal kaputt ist, kämpft man eben.

Nach einer Woche kam das Gefühl im Bein zurück. Die Schmerzen blieben. Es kribbelte, es zog den Ischias hinunter. Der untere Rücken fühlte sich an, als wäre darin etwas explodiert. Liegen tat weh, Sitzen tat weh, Stehen tat weh.

2018 dann der zweite, wieder im Studio. Im MRT dasselbe Bild wie beim ersten Mal. Ich ging zur Physiotherapie und fand jemanden, der ehrlich zu mir war. Behandelt wurde der untere Rücken, danach war der Druck weg, für zwei Tage, manchmal zwei Wochen. Die Abstände zwischen den Terminen wurden immer kürzer. An dem, was ich den Rest der Woche tat, änderte sich nichts.

Christian Skrippek beim Training im Studio in Stolberg

Der 19. Oktober 2024 ist ein Datum, das ich nicht vergesse. Ich stand auf der Arbeit stundenlang gebückt an einem Rechner, in einer kalten Halle. Als ich mich aufrichten wollte, kam der Druck, dann der Schmerz. Ich habe es später als hunderttausend Volt in Bein und Rücken beschrieben. Zu meinem Kollegen sagte ich, dass ich mich glaube ich nicht mehr bewegen kann.

Ich war vier Autostunden von zu Hause weg und musste selbst zurückfahren.

Ich lag auf der Couch und dachte: Das ist das dritte Mal. Nichts hat geholfen. Jetzt musst du dich operieren lassen.

Trainingsraum von Rückencoach Chris in Stolberg

Das ist das dritte Mal. Nichts hat geholfen.

Oktober 2024. Was danach kam, hat alles verändert.

Der Wendepunkt

Was dann passiert ist

Aus Langeweile und Hoffnungslosigkeit habe ich am Handy gescrollt und bin über Inhalte zum Ischiasschmerz gestolpert. Dort ging es zum ersten Mal um das, was jemand den ganzen Tag mit seinem Körper macht. Genau darauf hatte in zwölf Jahren niemand mit mir geschaut. Verlieren konnte ich nichts, ich hatte alles durch.

Im November 2024 habe ich angefangen, meinen Rücken zu meiner eigenen Baustelle zu machen. Begleitet hat mich dabei Marco Paulsen. Mein Ziel stand von Anfang an fest: Ende Mai wollte ich meiner Partnerin im Urlaub bei einer Wanderung einen Heiratsantrag machen können. Das hat geklappt.

Schnell war klar, dass es um viel mehr ging als um den unteren Rücken. Um mein Bewegungsmuster, meine Füße, meinen Kopf, meine Schultern. Um Dinge wie ständiges Baucheinziehen und falsches Bücken.

Erschreckend war der Moment, in dem ich gemerkt habe, dass ich meinen großen Zeh nicht einzeln bewegen konnte. Dass Füße und Zehen so eine Rolle spielen, hätte ich nie gedacht. Von da an habe ich jede Übung verstanden, statt sie nur abzuarbeiten.

Die Arbeit

Umlernen ist die eigentliche Arbeit

Ich beschönige diesen Teil nicht. Sechsunddreißig Jahre lang hatte ich ein bestimmtes Bewegungsmuster. Das neu zu lernen heißt buchstäblich, neu gehen zu lernen. Es ging um Sachen wie das Vorbeugen beim Zähneputzen. Ich habe an mir gezweifelt und gedacht, so schwer kann diese eine Bewegung doch nicht sein.

Nach fünf Monaten wurde ich ungeduldig. Ich habe gesagt, es müsse sich jetzt etwas ändern, ich spüre noch nichts, ich habe große Ziele, ich will wieder wandern. Die Antwort blieb dieselbe: ruhig bleiben, Stück für Stück.

Was ich daraus gelernt habe: Hauruck bringt nichts. Weniger ist an dieser Stelle oft mehr. Aus zwei Kilometern Gehen wurden fünf, ohne dass der untere Rücken wehtat. Aus fünf Minuten Stehen wurde eine halbe Stunde.

Über meine Hüfte hatte ich am Anfang gesagt, das schaffst du bei mir sowieso nicht, ich habe eine Kühlschrank-Hüfte. Auch das hat sich geändert.

Irgendwann habe ich verstanden, dass Schmerz ein Hinweis ist und kein Rückfall. Aus dem Kampf gegen meinen Körper wurde ein Miteinander.

Christian Skrippek beim Training am Kabelzug, heute beschwerdearm
Heute

Dreißig Kilometer, die vorher undenkbar waren

Ich kann wieder mit meiner Bonustochter toben. Ich gehe wieder ins Studio. Und ich bin eine Wanderung über dreißig Kilometer gegangen, was vorher undenkbar war.

Gelitten habe in diesen anderthalb Jahren nicht nur ich. Meine Partnerin und ihre Tochter haben es mitgetragen, weil Rückenschmerz den ganzen Alltag bestimmt.

Irgendwann nach dem Oktober 2024 habe ich aufgehört, mich als Opfer meines Körpers zu sehen. Das war der Moment, in dem ich angefangen habe, selbst etwas gegen meine Schmerzen zu tun. Seitdem weiß ich, dass ich es in der Hand habe.

Der Grund

Warum ich das heute mache

Was unter chronischen Rückenschmerzen am meisten leidet, ist die Lebensqualität. Genau die will ich Menschen zurückgeben.

Heute arbeite ich mit dem Blick, den ich damals selbst gebraucht hätte. Und ich bringe ihn dorthin, wo die Beschwerden entstehen: zu den Menschen nach Hause, an ihren Schreibtisch, an ihre Waschmaschine, in ihren Alltag.

Was ich nicht bin

  • Kein Arzt. Diagnosen stellt dein Arzt, nicht ich.
  • Kein Physiotherapeut. Ich behandle dich nicht, ich arbeite mit dir.
  • Kein Wunderheiler. Ich verspreche dir nichts, was ich nicht halten kann.
  • Kein Coach, für den du eine Nummer bist. Deshalb nehme ich nur so viele Menschen an, wie ich wirklich begleiten kann.

Ich war selbst mehrmals an dem Punkt, an dem ich aufgeben wollte. Wenn du gerade dort bist: Melde dich bei mir. Bleib damit nicht allein.

Der erste Schritt

Erzähl mir, wo du gerade stehst

Dreißig Minuten am Telefon oder per Video. Du erzählst, ich höre zu. Danach sage ich dir ehrlich, ob ich der Richtige für dich bin.

Kostenfrei und ohne Verpflichtung.